Mittwoch, 14. April 2010 10:23 UBS-Aktionäre sagen nur knapp Ja zu 3 Mrd. Fr. Boni An der UBS-Generalversammlung (GV) in der Basler St. Jakobshalle haben die Aktionäre dem umstrittenen Vergütungsbericht 2009 mit einer Mehrheit von nur gerade 54,7 Prozent zugestimmt. Damit billigen sie, dass die UBS trotz einem Milliardenverlust 3 Mrd. Boni ausbezahlt hat. Es handelte sich um eine rein konsultative Abstimmung. «tagesschau.sf.tv» berichtet laufend über die Generalversammlung. 4728 Aktionäre sind an der GV dabei. Die Berichterstattung zur UBS-GV bis zur Abstimmung über den Vergütungsbericht 2009 bis 16 Uhr: 16.01 Uhr: Brigitte Moser-Harder: 2007 warnte ich die Bank vor der US-Subprime-Krise. Nach der GV diskutierte der damalige CEO Marcel Rohner mit mir darüber und fand meine Argumente lächerlich. 10 Tage nach der GV realisierte die Bank ihre drohende Insolvenze. Damals wurde also wissentlich gelogen. Klagen wurden abgelehnt. Peter Siegenthaler, Direktor der Eidgenössischen Finanzverwaltung, sagte kürzlich: Beim UBS-Debakel waren die Managementfehler noch gravierender als bei der Swissair. Gerade weil die UBS ohne Staatshilfe nicht überlebt hätte, hätten sie, Herr Villiger, dafür sorgen müssen, dass die Führungskräfte auf Basis der Organhaftpflicht angeklagt werden. Ich bitte Sie, die Décharge abzulehnen, und zwar für alle drei Jahre. 15.55 Uhr: Christine Renaudin(spricht französisch) Wenn die Entlastung erteilt wird, dann handelt es sich um eine Farce. Nehmen sie diese Entlastung wenigstens für das Jahr 2007 zurück, bis unsere Regierung die Vorfälle abgeklärt hat. Ich schlage ihnen vor, dass sie der erste Präsident sind, der der ganzen Welt eine Bank vorstellt, die das Geld in den Dienst des Menschen stellt und nicht umgekehrt. Sie wären der erste Präsident, der sagt: Es gibt keine Boni in Jahren ohne Gewinn. 15.51 Uhr: Elias Jülke 15.44 Uhr: Elli Planta, Sprecherin der UBS-Mitarbeiter: Wir müssen unsere Bank schützen. Viele von uns, auch ich, sind verletzt. Wir alle sind hochemotional, besonders diejenigen, die behaupten, rational zu handeln. Für macht es aber inzwischen den Eindruck, dass die Menschen nicht nur irritiert, verletzt und empört sind. Es scheint mir, dass diese Leute Rachegefühle haben. Es müssen dann Schuldige her. Idioten sind nicht automatisch Kriminelle. Wir brauchen Ruhe für das Unternehmen. Wir brauchen Stabilität. Eine Personalvertretung ist die Stimme des Personals. 15.40 Uhr: Werner Stauffacher 15:37 Uhr: Dominique Biedermann: Die UBS hat auch den Finanzplatz Schweiz und die Wirtschaftslage der Schweiz gefährdet. Diese Verfehlungen sollen zivilrechtilch geahndet werden. Eine Klage ist teuer und deshalb muss der VR handeln. Sonst macht er sich gemein mit den Verfehlungen des früheren Managements. Nur so bleibt der neue VR glaubwürdig. Die Verantwortlichen für ds UBS-Debakel müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Es ist unerlässlich, die Decharge für alle drei Jahre zu verweigern.